Auf Augenhöhe durch die Festtage (und ins neue Jahr)
- Anne-Katrin Böhm
- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Hand aufs Herz: Die Festtage sind oft ein Mix aus Magie und purem Stress. Sie können wunderschön sein UND uns alles abverlangen. Stress, Reizüberflutung, (zu) hohe Erwartungen, Anspannung und Streit. Ich bin überzeugt: Vieles steht und fällt damit, ob wir uns auf Augenhöhe begegnen: gleichwertig, respektvoll und klar.
Wie können wir uns auf Augenhöhe begegnen?
Für mich bedeutet "Auf Augenhöhe", dass wir alle gleichwertig sind. Gleichwertig und unterschiedlich. Nicht gleich und gleich wertvoll. Unterschiedlich in Bedürfnissen, Temperament und Grenzen UND in unserer Würde und Bedeutung gleich. Auf Augenhöhe mit unseren Kindern zu sein, bedeutet nicht, dass alles erlaubt ist. Es bedeutet: Ich bleibe respektvoll, auch wenn ich Grenzen setze. Ich begleite Gefühle ohne zu bewerten. Ich achte darauf, dass ich in Verbindung bin. Mit mir selbst und mit meinen Kindern.
Und ja, ich weiss, das ist so so schwer. Mir hilft der Gedanke, dass ich jeden Tag aufs Neue neu üben darf. Und dass ich GUT GENUG bin.
Hier kommen fünf Impulse, die mir helfen, auf Augenhöhe zu bleiben:
Mehr "Was tut uns gut?"
Die Festtage werden oft schwer, weil wir genaue Vorstellungen und Erwatungen haben, wie es sein soll. Wie unsere Kinder sich verhalten sollen. Wie unsere Verwandten sich verhalten sollen usw. Frag dich: Was ist uns dieses Jahr wirklich wichtig? Und was darf ich los lassen?
Alle Gefühle sind erlaubt
Kinder können gleichzeitig aufgeregt und überfordert sein.Gefühle verschwinden nicht durch „Ist doch nicht so schlimm“.Auf Augenhöhe heißt: Ich nehme dich ernst, ich sehe und höre dich.
Mit aktivem Zuhören, Trösten, Spiegeln, Dasein.
Orientierung gibt Sicherheit
„Was passiert wann?“ gibt Sicherheit: Wer kommt? Wann essen wir? Wann gibt es Geschenke? Was ist der Plan? Ein klarer Ablauf hilft Kindern (und uns), stabil zu bleiben.
Grenzen setzen, freundlich UND bestimmt
Auf Augenhöhe heißt: Ich darf Nein sagen. "Es gibt jetzt keine Kekse.“ Punkt. Und gleichzeitig: „Du darfst wütend sein.“ Grenzen sind wichtig auch zwischen Erwachsenen. Und ja: Auch Kinder haben Grenzen. Die zählen.
Mini-Momente, die den Bindungstank füllen
2 Minuten Kuscheln, 5 Minuten Spiel, 1 Minute Blickkontakt und „Ich bin da“. Das ist für mich der Gamechanger im Familienalltag. Präsent sein und sich bewusst Zeit nehmen. Vor allem dann,wenn es schwierig wird. Vor allem dann, wenn dein Kind gerade nicht kooperiert. Das ist oft ein Zeichen, dass die Verbindung fehlt.
Ich verabschiede mich in die Winterpause und melde mich 2026 wieder. Ich wünsche dir und deinen Lieben frohe Festtage, warme Herzen und viele Momente, die sich nach „wir gehören zusammen“ anfühlen.
Mit lieben Grüssen
Anne 💙



Kommentare